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Schauderhaft

Also gestern, da war mal ein richtig schöner Tag. Da war ich wieder bei meinem Freund Paul in Oppum. Der hat ja einen Streß mit seiner Tante Fine, sage ich ihnen. Die bastelt ja seit ihrer Pensionierung auf Teufel komm raus und versorgt nun alle Bekannten mit ganz gruseligen Angelegenheiten. Am Anfang hat sie Makrame geknotet, dann kam Ikebana, danach töpferte sie eine Weile auf biegen und brechen. Salzgebäck, Löten, Ölmalerei, Häkeln, Stricken und Fotos im Altenclub machen. Und alles verschenkt sie an ihre Lieben. Dabei ist sie vollkommen unbegabt. Bei sich zu Hause hat sie merkwürdigerweise kein einziges von diese Dinger herumstehen. Alles verschenkt sie. Auf jeden Fall sieht es mittlerweile bei Paul aus, wie in einem Gruselkabinett. Das scheint eine Lampe aus lustig zusammengeknoteten Stoffresten in den wurstförmigen Aschenbecher auf einem klumpigen Häkeldeckchen. An der Wand ein Foto aus dem Altenclub, das wohl ausversehen unter dem Tisch gemacht wurde in einem Rahmen aus Bierdeckeln. Und Paul hat die ganze Bude voll von diesem Zeuchs.
Das Schlimmste ist allerdings, das Finchen unangemeldet vor der Türe steht und dann durch die Bude streicht wie ein Luchs. Und wehe, es fehlt was.
Bringe ihr doch Dynamitfischen bei, das Hobby fehlt ja noch, riet ich ihm einmal im Scherz. Du hast recht, sagte Paul, es gibt nur eins, das Finchen hindern könnte, mir weiter diese Dinger zu schenken. Sie wird jetzt 84, aber so was darf man ja nicht mal aussprechen. Dann kann der da sich mit ihr rumärgern. Er wies mit seinem Finger gen Himmel. Schau mal, oh Herr, ich habe aus dieser Wolke einen Pudel geknotet, äffte Paul.
Ich glaube, ich werde wirklich eine Kerze für Paul anzünden müssen.
 
 
 
Ehrliche Wurst

Also gestern, da war mal ein richtig schöner Tag. Da bin ich mit meinem Freund Paul aus Oppum in der Imbissbude an der Ecke gewesen. Wir hatten beide einen Mordshunger und haben eine Bratwurst nach der anderen gegessen. Paul sagt, was die so alles in diese Würste reindrehen, das geht auf keine Kuhhaut. Er könnte sich noch gut erinnern, wie seine Nachbarn früher selber Würste gemacht haben. Da wußte man wenigstens, das da nur Fleisch, Gewürze und die Gummihandschuhe von der Liesi drin sind. Und sonst nix. Die Liesi stand am Fleischwolf und hatte die Gummihandschuhe neben sich liegen. Die hat die ja nie angezogen, weil sie gar unheimlich an den Händen geschwitzt hat. Und hinterher warnse weg und keiner wußte wo. Die Wurst würde komisch schmecken, meinten alle. Und gegessen hat die ja auch keiner mehr. Wie heute. Wenn es nach ihm ginge, er würde alle Wursthersteller zwingen, noch viel genauer draufzuschreiben, was in der Wurst ist, z.B. so:
In dieser Wurst ist Wasser, Geschmack, diverses Fleisch, zwei grüne Gummistiefel Größe 42 und 17 Gramm einer Aushilfsfachkraft. Du solltest mal sehen, wie die Wurst weggeht, sagte Paul. Allein wegen der Ehrlichkeit.
 
 
 
Alkohlfreie Elektrolütte

Also gestern, da war mal ein richtig schöner Tag. Da war ich mit meinem Freund Paul aus Oppum im Biergarten. Paul meint, das wäre so ein bißchen wie in Bayern, obwohl ja jetzt der Biergarten im Stadtwald liegt und nicht am Tegernsee. Wir haben jeder so ein zwei Weizenbier getrunken. Vielleicht. Dann fing er auf einmal an: Ihm wäre das jetzt klar geworden, wie das mit diese Elektrolütte und dem Körper zusammenhängen würde, weil, diese Elektrolütte wären ja überall drin, besonders in den Sachen die man trinkt und trinken wäre gesund, besonders jetzt bei der Bullenhitze, das hätte auch sein Arzt gesagt. Paul, hat er gesagt, trink man schön viel, jetzt, wo es so heiß ist. Jetzt hätte er letzte Tage einen Kasten Bier beim Küppers Jupp geholt, im Getränkehandel. Ob es nun daran gelegen hat, das der schon fast zu hatte und er sich deshalb so beeilen mußte, oder ob der Jupp der Schussel alles umgeräumt hat in seinem Laden, er wüßte es jetzt nicht mehr. Auf jeden Fall hatte er nach der dritten Flasche zu hause festgestellt, das das alkohohlfreies Bier war. Er hätte dann noch mal drei Flaschen getrunken, um sich ganz sicher zu sein. Und er könnte sich nur denken, das die da irgendwie diese Elektrolütte rausgemacht hätten, die sein Körper so dringend braucht. Er hätte sich nach den sechs Flaschen nicht so richtich gefühlt, weil das Zeuchs eigentlich wie Bügelwasser geschmeckt hat.
Er würde jetzt strikt drauf achten, das er nur noch Flüssigkeit mit diese Elektrolütte trinkt und vermutet stark, das dieser Fresenius die erfunden hat, weil der überall auf den Wasserflaschen draufsteht, sagt Paul.
 
 
 
Doppelpass

Also der Paul, der hat ja einen kleinen Neffen, den Ludger, der ist jetzt sechs und ist in einem Fußballverein. Paul war jetzt mal bei so einem Spiel dabei. Er hatte ja gar keine Lust, aber was macht man nicht alles für diese kleine Mischpoke. Die kleinen Fußballer heißen Bambinies. Paul fand das schon etwas erschreckend, wie manche Eltern ihre Kleinen unter Druck setzten. Stell dich nicht so an Andi, spuck das Gras aus Lars, tret' ihn doch auch mal Benedikt, los, los nach vorne Benjamin, sonst setzt es nach dem Spiel was Kevin. Paul ist da ja ganz anders, Ludger soll ruhig alleine laufen.
Nun fehlt den Bambinis ja manchmal auch jede Koordination, in Fachkreisen Primaballerina Syndrom genannt. Die Kinder tanzen wie die Elfen herum und kaum fliegt ein Ball umher, laufen alle wie ein Knäuel hinterher. Normalerweise weiß Ludger ja auch deshalb gar nicht, was er mit dem Ball machen soll und vergeigt jede Chance durch untätiges Zaudern, aber nicht dieses Mal. Gekonnt umläuft er das Leder. Seine Gegner liegen wirr verknotet auf dem Grün, die Abwehr übt sich in Schneuzen am Spielfeldrand. In Zeitlupe holt er aus, verwirrt den gegnerischen Torwart durch einen vollkommen, vermurksten Schuß, der fast 90 Grad in eine andere Richtung geht als er getreten hat aber eben in die richtige Richtung, nämlich in die des Tores, der Ecke, der goldenen Ecke, wo dieser zu klein geratene Torwart mit seinen klodeckelgroßen Handschuhen wartete, aber eben in der falschen Ecke und dieser Ball, der goldene Ball hoppelte leicht und so langsam wie eine Feder über die Torlinie und plötzlich war alles um Paul stehengeblieben, die Zeit und das Universum. Er hatte seine Hände hochgerissen und war wie ein angesengtes Hühnchen übers Gras gehüpft und hatte Ludger versucht zu umarmen, diesen kleinen Maradonna zu umarmen, diesen süßen Balg, der ebenso wie Maradonna kein Fußball spielen kann und doch so berühmt ist. Na los, tret' ihn doch auch mal, hatte Paul nach dem Anpfiff gerufen und war wild herumgesprungen.
Paul meint, er müsse Ludger nun trainieren, nächste Woche wäre er wieder da. Am Spielfeldrand.
Ich glaube, Paul spinnt manchmal.
     
 
Ganz schön flott

Ich war letztens mit Paul, meinem Freund aus Oppum, in der Stadt im Kaufhaus, weil der Paul unbedingt solche InlineSkater haben wollte. Früher, da wäre er ein super Rollschuhläufer gewesen, sagte Paul, während er seine schwieligen Füße in diese Plastikblotschen würgte, die reichlich eng schienen.
Nun, warf ich ein, früher, das ist ja aber auch schon was her.
Ach was, es gibt Sachen, die verlernt man einfach nicht, sagte er und schwups war er aufgestanden. Nun muß man ja sagen, daß das Bremsen mit diesen Dingern nach wie vor ein ungeklärtes Problem ist und irgendwie nicht vorgesehen ist. Paul merkte das auch sehr schnell. Apropos schnell. Irgendwie müssen die das Kaufhaus schräg gebaut haben, denn Paul wurde immer schneller. Die Leute schrien und sprangen hin und her, während Paul die Damenoberbekleidung etwas umräumte. An Kasse 2 wurde Alarm ausgelöst. Eine Verkäuferin hatte einen Überfall vermutet und lief schreiend davon. Die Kurve nahm Paul an der Tür einer Umkleidekabine und bekam dafür eine Ohrfeige. Dann kam die Rolltreppe, die er gekonnt auf dem Handlauf nahm, was verdammt cool aussah. Wie er auf diese Weise vom zweiten Stock bis in den Keller kommen konnte, weiß ich bis jetzt noch nicht. Jedenfalls fand ich Paul im Basement im Gemüse liegen, umringt von Schulkindern die ihm anerkennend auf die Schulter klopften und so etwas wie "Cool Alter", sagten.
Es wäre genauso wie früher, verlernt hätte er nichts, meinte er später, aber er hätte jetzt fast schon keine Lust mehr zum Skaten, sagt Paul.
     
 
Last Minute von Baikonur

Paul, mein Freund aus Oppum, will jetzt zur MIR fliegen, weil er gelesen hat, daß die leer steht und der Paul sucht ja wie verrückt eine neue Bude.
Jetzt hat Paul an diese NASA geschrieben. Er wäre dabei wenns geht. So ein zwei Runden täte er auch nebenbei gerne mal um unseren Globus drehen. Vielleicht haben die ja auch mal ein Plätzchen frei, wenn ein Astronaut nicht rechtzeitig in Baikonur auftaucht, weil sein Zug in der Steppe hängengeblieben ist. Dann täte er gerne einspringen. Außerdem hat der Paul ja handwerklich sagenhaft viel drauf, weil der früher Strickmaschinen repariert hat. Deshalb würde er seine Werkzeugkiste mitnehmen, weil man immer hört, was da alles kaputt ist. Und fit ist der Paul auch noch. Jeden Tag so ein, zwei Kreuzworträtsel löst der wie nix. Paul hat schon zwei Filme für seinen Fotoapparat gekauft, denn Erinnerung ist alles, sagt er. Er hat seit Sommer eine vollautomatische Kamera die sich auf mehrere Einstellungen verändern läßt. Die ist geschaffen für Raketenstarts.
Es könnte so schön werden: Internationaler Kameraschwenk durch die MIR mit all dem wissenschaftlichen Kram und dann Paul der kopfüber im Wandregal pennt. Im Vordergrund seine Zähne, vorbeischwebend. Die halten des Nachts nicht, weil der Paul ja wie eine Sau schnarcht. Das hat der denen aber nicht gesagt. Das kriegen die alleine mit, sagt er.
Nur seine Frau dürfte da ja nix von mitkriegen, weil die ja so unheimlich eifersüchtich iss und wenn da zufällig ein Weibsbild auf die MIR mitfliegt, da hätte er HaiLife in Tüten zuhause und könnte gleich oben bleiben und einen neuen Langstreckenrekord aufstellen, sagt Paul.
 
 
 
Paul wird mystisch

Also der Paul, mein Freund aus Oppum, der hat letztens im Fernsehen eine Motorradweihe gesehen, also mit einem richtigen Pfarrer aus Rom und da ist es dem Paul wie Schuppen aus den Haaren gefallen.
Während der Pfarrer mit seiner nassen Rassel all diese ledrigen Kradfahrer benetzte, fiel Paul sein Videorecorder aus Taiwan ein und der ist kaputt. Also eigentlich nicht so richtig kaputt, aber auch nicht richtig ganz. Immer, wenn der Paul was aufnimmt, ist der Videorecorder taub und nix is drauf auf der Kassette, oder nur Mist. Nur wenn seine Frau das macht, dann klappt das merkwürdigerweise. Paul glaubt an ein Mysterium. Deshalb hat er sich an die Ordinariatsdekurientabernakelstiftung in Kevelaer zwecks einer Videorecorderweihung gewandt. Wenn das mit japanischen Motorrädern funktioniert, müßte das ja auch mit seinem Video aus Taiwan drin sein, argumentierte er. Aber die haben sich nicht gemeldet bis jetzt. Dabei wäre das ein solch guter Verkaufschlager. Prädikat, mit richtiger Weihe auf Teufel komm raus, Weihwasserpatrone halbjährlich im Austausch als Servicevertrag plus Pfand, Absolution nachrüstbar. Das wäre der Knüller, sagt Paul. Leider beißt niemand drauf an. Überall wo Strom drin ist, haust irgendein Teufelchen. Es spuckt, hustet und flackert.
Morgen schreibt er an den Vatikan, sagt Paul.
 
 
 

Also gestern, da war mal ein richtig schöner Tag.

Da habe ich meine erste Mail geschickt. Ins Internet. Mensch war das eine Wucht. Das war vielleicht ein erhabenes Gefühl so verbunden zu sein mit der ganzen Welt. Von der Antarktis bis nach Kapstadt. Die Mail war an meinen Freund Paul in Oppum. Sie war auch sehr kurz, ich wollte das alles erst mal ein wenig ausprobieren. Ich habe ihn dann sofort angerufen und gefragt, ob er sie schon bekommen hat. Nein, sie war noch nicht da. Das hat mir ja keine Ruhe gelassen, die ganze Nacht habe ich wach gelegen, wegen dieser paar Worte. Wenn die jetzt da nicht ankommt, wo dann, dachte ich mir. Eiern die paar Worte jetzt irgendwo in Afrika rum, da merken sie, das sie verkehrt ist, mit einem Umweg über Sydney und Bombay nach Guatemala. Was ist, wenn die Mail nie meinen Kumpel Paul erreicht und dann für alle Ewigkeit im Internet herumirrt. Ein grausamer Gedanke. Während ich schon längst unter der Erde bin, eilen meine spärlichen Worte noch über den Äther. Oder irgendein Eskimo bekommt die und weiß mit meinem flotten Gruß so garnichts anzufangen:

Hallo Paul - Hier bin ich - Hoffe es geht dir gut - Achim - Stop

Ich hatte -Stop- geschrieben, witzig oder? Wie ein Telegramm! Alles auch sehr kurz gehalten, wegen der Kosten!. Ich rief Paul also noch mal an. Der war gar nicht so froh, denn es war schon 4 Uhr 15 Uhr morgens. Doch alles wird einmal gut. Die Mail war angekommen. Ich war echt heil froh. Heute habe ich sogar eine Mail von meinem Freund Paul zurück bekommen, die war auch ganz kurz. Wie meine. Er wollte mir nur sagen, daß er keine Mails mehr von mir haben wolle. Ich gebe aber so schnell nicht auf.

     
 
Paul vibriert

Also gestern, da war mal ein richtig schöner Tag.Da war ich mit meinem Freund Paul in einem Baumarkt. Also, was es da so alles gibt, das ist schon eine Wucht. Er wollte sich so einen DeltaSchwingkopfSchleifer kaufen. Damit will er den alten Schrank von Tante Jutta aufmöbeln. Die ist ja gestorben.
"Tja", sagte der Verkäufer, "hier hätten wir das Modell JASMIN mit langem Schaft, jedoch ohne verstärktem Antrieb und AntiHaftBeschichtung, sagenhaft günstig im Preis, doch nur zweiter im Test. Das Modell COLT der Firma Rutsch, das hat wiederum einen eingebauten Staubzerstäuber, der das Atmen erleichtert aber keinen Turbomodus ermöglicht, der den Schwingkopf in einem gleichförmigen Sinuston anregt, wodurch gleichzeitig die Holzwürmer abgetötet werden. Das Modell MEGAMAGNUM besticht durch makelloses Design und einem ergonomischen Griff und eine rasante Durchzugskraft, der die Arbeit zur Freude werden läßt. Ich denke, damit hätten Sie eine sehr gute Wahl getroffen." Er grinste uns erwartungsvoll an.
"Haben sie auch achtziger Schmirgel?", fragte Paul nur. Ich glaube, er wollte diesen DeltaSchleifer gar nicht mehr.
     
 
Paul kauft ´ne Decke

Also mein Freund Paul aus Oppum hat jetzt bei einer Butterfahrt nach Moers mitgemacht. Für 6,95 DM. Wie kannst du nur?, sagte ich vorwurfsvoll zu Paul. Der Linienbus kostet doch auch nur 6,60 DM. Er wollte mal wieder unter Leute kommen, sagte er. Und dann erzählte Paul. Also Moers an sich ist ja ganz schön, weil da war er ja schon einmal, aber wo die ihn hingekarrt haben, das war nie und nimmer Moers, eher die Sahara im Winter, sagte Paul. Ne einsame Kneipe und ringsrum nur Runkelfelder. Weit und breit nix. Die Teilnahme an der Verkaufsveranstaltung ist selbstverständlich freiwillig, hatte der Busfahrer grinsend gesagt und dann den Bus abgeschlossen. Es war kalt. Weit und breit war keine anderes Haus zu sehen. Nach 15 Minuten Runkelfeld ging Paul auch rein. Die Veranstaltung war schon in vollem Gange. Diese Decke wäre aus KaschmirSeideImitat und deshalb sehr pflegeleicht. Nur noch eine Person müßte eine einzige Decke kaufen und schon würde es Kuchen in Hülle und Fülle geben und sie würden auch zurück nach Krefeld gefahren. Sonst hätte man auch Zeit bis Montag. Oder Dienstag. Die 14 alten Leutchens zuckten zusammen. Alle hatten schon eine von diesen vermaledeiten Polydecken gekauft. Und alle starrten Paul an, der verfroren in der Türe stand.
"Da mußte ich doch eine kaufen, oder?", meinte Paul.
"Aber direkt eine Knallgelbe?", erwiderte ich.
"Mit roten Punkten war da ja keine Andere", sagte er. "Und was ist mit den schwarzen Fransen?"
"Fransen ok, aber die aufgestickten, beeschenn Schmetterlinge gefallen mit auch nicht", sagte er. "Auf der Rückseite sind grüne Pferde", bemerkte ich.
Der Paul, der hat manchmal einen furchtbaren Geschmack.
     
 
Paul wird aromadicht

Also der Paul mein Freund aus Oppum, der war jetzt ganz schön krank und dann auch noch alleine zu Hause.
Da hat er sich, weil er so schlapp war, mal so eine Tütensuppe gemacht, wo schon alles drin ist. Wie er meinte, wäre die erst mal aufgekocht, dann grau und sofort so hart geworden, das er den Topf mit hätte wegschmeißen müssen. Wie er dann gesehen hat, war die offene Packung schon mit Flipper Folge zwei 1968 abgelaufen gewesen und er hat stark vermutet, das wenn, ja wenn er auch nur einen Löffel von der Brühe gegessen hätte, das er sich sofort aromadicht verschlossen hätte und niemals wieder geöffnet. Diese kurze Geschichte wäre niemals geschrieben worden.

Tütensuppen, das wäre wie das Leben, so meint Paul seitdem, einmal geöffnet, schon hinweg.